| Die Ortschaft ist ein Luftkurort am Veroneser Gardaseeufer, der auf die Bucht zwischen Lazise und Garda blickt. Bardolino ist wegen seine D.O.C. – Weines berühmt, der in einem eng begrenzten Anbaugebiet hergestellt wird. Ringsum dehnen sich Olivenhaine aus, die ein gutes Öl erzeugen. Das Klima ist in jeder Jahreszeit mild, besonders im Winter, und lockt hauptsächlich deutsche Touristen an. Eine Legende verbindet den Ursprung von Bardolino mit dem von Troja; sicher ist, daß Ort von Pfahlbauten besiedelt war und später römischer Besitz wurde. Im Mittelalter (XII. Jh.) wurde Bardolino, unter der Herrschaft der Veroneser Herren della Scala, eine freie Stadtrepublik. Im Süden des Hauptortes befindet sich der Vorort Cisano, der auf den See blickt. Sehr schön ist die romanische „Pfarrei Santa Maria“, ein Bau des XII. Jh., der ursprünglich aus dem VIII. Jh. stammt. Die Fassade besitzt ein zweibogiges Fenster und ein Portal mit aufgesetztem Baldachin, der auf Säulen ruht. Der Turm und die Apsis sind architektonisch sehr interessant. Sehenswert in Bardolino ist auch die „Kirche S. Severo“, ein romanischer Bau des XIII. Jh., der durch eine Renovierung im vorigen Jahrhundert ihre ursprüngliche Schönheit zurückgegeben wurde. Die zunächst als Theater benutze Kirche, die später (in den 20er – 30er Jahren) ihrer ehemals würdigen Bestimmung zurückgeführt wurde, stellt heute einen herrlichen romanischen Komplex dar, der sich durch die harmonische Struktur der dreigeteilten Apsis, die schlichte Fassade mit kleinen Baldachinportal und den schlanken Turm mit spitzen Helm auszeichnet. Das dreischiffige Innere birgt romanische Fresken mit „Szenen der Apokalypse“, deren Malerei venezianische, veronesische und deutsche Elemente vereinigt. Am Nordufer des Gardasees befindet sich die „S. Zeno Kappelle“ aus dem XVIII. und XIX. Jh., die ein karolingischer Bau ist. Die Kapelle besitzt einen kreuzförmigen Grundriß mit schönen Kapitellen, die von den lombardischen Magistri Comacini beeinflußt wurden.
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