| Der zu den schönsten Perlen der „Riviera Bresciana“ zählende Ort liegt am See links von den durch den Wildbach Barbarano entstandenen Gewässern der alluvionalen Deltamündung und dehnt sich praktisch ohne Unterbrechung bis Fasano aus. Die verschiedenen Ortsteile, die die Gemeinde bilden, heißen Gardone di Sopra. Gardone di Sotto, Montecucco, Morgnana, Tresnico, Supiane, Fasano di Sopra, Fasano di Sotto. Gardone Riviera ist wegen des milden Klimas eine der berühmtesten und schönsten Ortschaften am Gardasee, die auch im Winter vor allem von deutschen Touristen besucht wird. Die ersten Klimatologie und Meteorologiestudien wurden 1885 in diesem Städtchen gemacht und gehen auf Dr. Königer zurück, der den Ort für den Tourismus erschloß und ihm zu diesem Ruf verhalf. Die günstige geographische Lage des Ortes ist eine der Hauptursachen für das milde Klima. Das Städtchen blickt auf den See und befindet sich in einer Bucht mit Aussicht auf die Garda-Insel. Es wird im Norden von dem Felswänden der berge Pizzocolo und Spino begrenzt, die eine Sperre gegen die kalten Nord-winde bolden. Die Folge ist eine üppige Mittelmeervegetation, die bis 300 Meter Hügel, Terrassen und Täler bedeckt. Mit dieser Symphonie von Grüntönen vermischtsich die einheimische Flora des Gardasees: Oliven und Lorbeerbäume und die edle Zypresse, die überall anzutreffen ist. All dies verleiht Gardone eine ständig vom Frühlingswind durchwehte Atmosphäre und läßt die malerischen Villen und Sommerhäuse, die zu dieser paradiesischen Landschaft gehören, zu einer einzigartigen Kulisse werden. Wie es einige Gedenksteine beweisen, die vom deutschen Historiker Theodor mommsen katalogisiert wurden, war Fasano schon in römischer Zeit besiedelt. Es gibt Zeugnisse eine langobardischen Siedlung des VII. Jh. Gardone wurde im XVI. Jh. Lehen des Episkopats von Brescia und Später Mitglied der „Magnifica Patria“, an die sich die Venezianer aus Furcht vor der Expansionspolitik der Mailänder Visconti wandten. Nach der Wormser Diät (1521) ging der Ort an die venezianische Herrschaft über, der er bis zum Verfall der Republik (1797) unterstand.
In Gardone di Sopra befindet sich die Pfarrkirche San Nicola, die einen reizenden Platz oberhalb einer Festungsanlage beherrscht. Das elegante Gebäude des XVIII. Jh. ist ein Werk des Architekten Paolo Soratini aus Lonato. Die schöne zweigeteilte Fassade ist neoklassisch, daneben erhebt sich ein romanischer Glockenturm. Das barocke Innere bewahrt ein Gemälde von Zenon Veronese, das die Herabkunft des Heiligen Geistes darstellt, und im Chorbewundert main ein Tafelgemälde von Palma dem Jüngeren. Sehr interessant und künstlerisch wertvoll der Silberrahmen des Altars der Madonna, ein Werk von Künstlerisch aus Brescia (XVIII. Jh.). Am St. Markus-Turm, früher Ruhland-Turm, baute der Dichter D’Annunzio ein Dock, von wo er seine Ausflüge mit dem Motorboot unternahm. Der Turm blickt auf den See und ist von einem Park Umgeben. Die prächtige Villa Albra ist ein Beispiel neoklassicher Architektur; sie besitzt eine mit Säulen geschmückte Fassade, über der sich ein Dreickgiebel erhebt. Heute ist die Villa Kongraßzentrum. Besuchenswert sind auch die romanische Kirche S. Antonio aus dem XVII. Jh. in Fasano und der Botanische Garten Hruska, der 1910 von dem gleichnamigen Professor angelegt wurde und hier seltene Spezies der mediterranen, alpinen und afrikanischen Flora anpflanzte.
Vittoriale
Der malerische Komplex befindet sich in Gardone auf einem mit Olivenbäumen, Oleandern und Zuypressen bedeckten Hügel. Das Panorama unfaßt den Gardasse, das Vorgebirge von Manerba, die Halbinsel von Sirmione und das veronesische Ufer mit den Ortschaften....
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