| Der schöne Küstenort blickt auf eine idyllische Bucht auf Gardasee, die von dem gleichnamigen Bergrücken und der Punta Fasamo begrenzt wird. Die Häuser befinden sich im unteren Teil des Bergvorsprungs, der von den Ablagerungen des Toscolano-Baches gebildet wird. Jenseits des Baches begegnet man dem gleichnamigen Ort, der mit Maderno eine Gemeinde bildet. Wegen des schönen Klimas und im Norden durch die Berge geschützt, ist Maderno ein Luftkurort, der in jeder Jahreszeit von internationalen Gästen frequentiert wird. Die üppige Mittelmeervegetation wird hier noch bereichert durch Orangen und Zitronenbäume, Oleander, Palmen und Olivenbäume. Die Berghänge werden von reizvollen Tälern und Bächen durchschnitten. Der Ort ist durch eine autofähre mit Torri del Benaco verbunden. Zur Zeit der Stadtrepubliken war Maderno Hauptort der Riviera Bresciana und erhielt verschiedene Vorrechte von Barbarossa, doch war der Ort schon in der Römerzeit sehr wichtig. Er verlor seine Bedeutung in der Städtchen Salò zum Hauptort der „Magnifica patria“ erhob. Unter der Republik Venedig blieb die Stadt unabhägig.
Die Kirche S. Andrea ist ein schmuckes romanisch-langobardisches Gebäude, das im XII. Jh. auf den Resten einer früchristlichen Kirche errichtet wurde. Der Bau besitz eine sehr interessante Färbung, die von der Verwendung verschiedener Steinarten herrührt. Auffallend ist der rote veronesische Stein. Die Architektur erinnert an die kirche S. Zeno in Verona; die zahlreichen Portalskulpturen gehen auf lombardische Meister zurück, die hier traditionelle christliche Themen darstellten. Einige Materialen stamman von römischen Bauten und sind mit Basreliefs reich verziert. Das dreischiffige Innere enthält ein Altarbild von A. Paglia, das die Heiligen Filippo Neri, Karl Borromäus, Kajetan und Joseph darstellt; ein Gemälde des XVI. Jh. von Andrea Bertanza (Martyrium des hl. Laurentius); ein Gemälde des XVII. Jh., das die Taufe Christi darstellt; Fresken des XV. Jh. und eine Orgel aus der zweiten Hälfte des XVI. Jh.
Andere interessante Sehenswürdigeiten sind die Pfarrkirche S. Ercolano (XIX. Jh.) mit ihren schönen Gemälden und Reliquien des Kirchenpatrons, die aus der Kirche S. Andrea stammen, die Kirche San Bartolomeo (Heilige Familie von Palma dem Jüngeren) und das Monument für Giuseppe Zanardelli (L. Bistolfi).
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