| Südlich der Valténesi und an der südwestlichen Bucht des gardasees befindet sich Padenghe, das von einer alten Burg überragt und von der kleinen Halbinsel Sirmione begrenzt wird. Bei schönem Wetter bietet der Hügel eine herrliche Aussicht auf Desenzano, Sirmione, Peschiera, Garda, Malcesine und andere Orte des veronesischen Gardasees. Das in römischer Zeit gegründete Städtchen wurde später zum beliebten Landsitz der Adelsfamilien des kaiserlichen Hofes in Mailand, die hier prächtige residenzen und Kultorte errichteten. Das römische Patingulae entwickelte sich zwischen dem III. und IV. Jh. und besaß den bedeutendsten Hafen am See. Im XI. Jh. wurde die Burg als Befestigung gegen die Barbaren errichtet. Im Mittelalter stritten sich Guelfen und Ghibellinen um die Herrschaft von Padenghe ist auch der Heimatort des Malers Giovanni Andrea Bertanza (XVI. – XVII. Jh.), der zahlreiche Werke in Salò und im ganzen Gebiet des Gardasees hinterließ. Das moderne Padenghe mit schönen Villengegenden erstreckt sich auf den sum See abfallended Hügeln. Der ursprüngliche Stadtkern verlagerte sich im Hochmittelalter, da die von der Burg beschützten Hügel vermutlich sichere waren. Am See befinden sich eine moderne Badeanstalt und ein logistisch wichtige Rolle für die Sommerferien und für die Kongresse, die hier gehalten werden, spielt. Das alte Zentrum befindet sich an den Hügelhängen, auf denen. Wirtschaftlich ist die kleine Stadt vom Fremdenverkehr und vo Oliven und Weinbau abhängig. Sehr berühmt sind die Weine Trebbiano di Padenghe, Tokajer und Pinot können wir Geschmack in Hotels und Restaurants. Die im XI. Jh. errichtete Burg wurde in der Zeit der Stadtrepubliken renoviert. Von der alten Anlage kann man noch heute die Ringmauern, die Ecktürme und den viereckingen Turm bewundern. Im Inneren befinden sich die alten Wohnungen. Die kleine Kirche S. Emiliano erhebt sich in einer malerischen Landschaft, die von der blauen Farbe des Sees und von den grünen Hügeln gekennzeichnet ist. Die romanische Kirche stammt aus dem XII. Jh. und wurde mit behauenen Steinblöcken errichtet. Sehr interessant die Apsis mit kleinen Bogen und der kleine Turm mit Kappe. Die Pfarrkirche Santa Maria ist ein schöner Bau mit einer weißen doppelstöckingen Fassade, die mit einen dreieckigen Tympanon abschließt; in dem durch Lisenen geteilten unteren Abschnitt öffnen sich Nischen mit Statuen. Einige Ornamente sind barock und stammen aus der zweiten Hälfte des XVII. Jh. Das Innere bewahrt interessante Gemälde, Skulpturen und eine Altartafel von Andrea Celesti: Hl. Abt antonius von Francesco Paglia; Madonna der sieben Schmerzen und Vier Heilige von francesco Zugno; Hl. Christophorus und die Madonna mit den Heiligen Rochus, Sebastian und Abt antonius von zenon Veronese; die Altartafel stellt die Heiligen, Rochus, Sebastian und Stifter dar und ist vielleicht ein Werk von torbido; die Glorienmadonna mit dem hl. Emiliano und anderen Heiligen von Paolo Farinati; die zwei Skulpturen stellen die Demut und due Mäßigkeit dar und sind von Antonio Calegari, einen Künstler aus Brescia. In der Nähe des Ortes erhebt sich in einen grünen Olivenhain die zinnengekrönte Burg Drugolo. Der Bau wurde mehrmals renoviert. Mit großen Steinblöcken errichtet, besitzt das Gebäude ghibellinische Zinnen, Ecktürme und Kragsteine.
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