| Der Ort gehört der Provinz Mantua an und befindet sich im Moränenbecken des Gardasees, wo er die piemontesische Poebene beherrscht. Solferino ist geschichtlich sehr wichtig, weil hier während des zweiten Unabhängigkeitskrieges die denkwürdige Schlacht zwischen französischen Truppen und dem österreichischen Heer stattfand. Die Kämpfe wurden persöblich von Napoleon III. für die Franzosen und von Kaiser Franz Josef geleitet. Die Schlacht fand auf dem Gebiet zwischen den Flüssen Cheisa und Mincio statt. In der Nähe befand sich Peschiera, einer der wichtigsten Stützpunkte eines nahezu uneinnehmbaren Festungsvierecks („Quadrilatero“). Der Kampf erlebte zwei Phasen: am Morgen war der ablauf unbestimmt, aber am Nachmittag eroberten die franzosen wichtige Stellungen, und um 16 Uhr befahl Kaiser Franz Josef den Rückzug der Truppen. Die franzosen kämpften mit 80.000 Soldaten und 309 Artilleriegeschossen. Am Ende der Schlacht waren 33.000 Tote und Verletzte zu beklagen.
Von der Piazza Castello erreicht man durch einen alten Bogen einen massiven Turm, der von einer anmutigen Kuppel gekrönt wird und in dessen unterem Teil sich auf eleganten schlanken Säulen ruhende Bögen öffnen. Auf einen Gedenkstein steht zu lesen: „Dieser Turm wurde anno 1563 von Orazio Gonzaga, dem Wohnsitzes und seiner Privilegien erbaut. Nach den wechselvollen Ereignissen der Geschichte restaurierten die Einwohner von Solferino den Turm, um ihn künftigen Generationen zu überlassen, die an ihrer Gegenwart nauen können, wenn sie ihre Vergangenheit kennen und über sie nachdenken. Anno 1979“.
Die Gedenkstätte des Italienischen Roten Kreuzes erinnert an dire Gründung des Roten Kreuzes, die der Friedensno-belpreisträger (1901) J. Henri Dunant anregte. Der Philanthrop aus Genf, Zeuge der Schmerzen der Verletzten während der Schlacht bei Solferino, regte die Grübdubg des Roten Kreuzes an, das seitdem zu einer der wichtigsten humanitären Organisationen bei Kriegs oder Naturkatastrophen geworden ist. Das Ossarium befindet sich in der Kapelle der Kirche San Pietro, die eine elegante Fassade mit Statuen und Lisenen besitz. Das Museo Storico della battaglia ist ein niedriger Bau mit einen Laubengang. In diesem Museum sind Artilleriegeschosse, Wappen, Gemälde, Drucke und sonstige Kriegsandenken ausgestellt.
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