Tremosine
Tremosine

Die Ortsteile der Gemeinde Tremosine befinden sich auf einer fälschlicherweise Hochplateau genannten gewellten Eben, die herrliche Ausblicke bietet. Der Hauptort ist Pieve, eine von Wald und ausgedehnten Wiesen umgebene malerische Siedlung. Im Hintergrund liegen der herrliche den See, die Berge und die Straße am „Östlichen Gardaseeufer“. Vermutlich war der Ort von Etruskern besiedelt, wie aus der „Gedenktafel von Voltino“ hervorgeht, die heute im römischen Museum von Brescia ausgestellt ist. Die Sprache der Gedenktafel ist auch für Historiker und Studierte schwer zu interpretieren; auf ihr findet man lateinische, etruskische und gallische Epigraphe. Der Ort wurde auch von Galliern und Römern besiedelt. Im Mittelalter wurde eine Burg errichtet, von der nur wenige Spuren das schöne Klima gemeinsam, weshalb die Ortschaft Ziel von zahlreichen Touristen und Sommerfrischlern ist, die hier Ruhe und Erholung suchen.
In Pieve befindet sich die interessante Pfarrkirche San Giovanni Battista; das heutige Aussehen stammt aus dem XVI. Jh., nachdem eine ehemalige Landpfarre des VI. Jh. renoviert und im XVIII. Jh. noch einmal restauriert worden war. Die einfache Fassade mit einem Tympanon weist Pilaster und einen romanisch – lombardischen Turm auf. Das barocke Innere birgt eine schöne Orgel (XVIII. Jh.) mit Schnitzereiarbeiten von Giacomo Lucchini aus Condino, die die Chorstühle und die Möbel der Sakristei verschönerten, sowie mit Fresken und schönen Gemälden. Die Orgel wurde von der Familie Serassi aus Bergamo ausgestattet.
Im „Pfarrhaus“ ist ein gotisches Kapitell des XVI. Jh. zu sehen. In der Nähe der Kirche befindet sich ein Aussichtpunkt, der uns ein malerisches und wildes Panorama bietet. Eine interessante Tour bringt uns vom alten Hafen nach Pieve, durch den steilen Klamm des Brasa – Bachs, an dessen Mündung sich ein Wasserfall befindet.
Wegen des wunderschönen Panoramas und der außergewöhnlichen Landschaftswerte wird die Ebene auch „Balkon des Gardasees“ genannt. Von seiner Terrasse kann man bewundern Malcesine, Torbole, Castelletto, Torri del Benaco, Garda.
Das Gebiet ist geologisch und naturalistisch sehr interessant; im Ort Pregasio nahe der „Kirche San Marco“ kann man morphologische Spuren der alpinen Faltung erkennen.